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THEMA: altbausanierung mit warmwasserfussbodenheizung und

altbausanierung mit warmwasserfussbodenheizung und #46

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aufgabe ist es, in einem altbau einen 200m2 grossen raum zu einer wohnung umzubauen. der fussboden besteht aus einer balkendecke mit einer schwer zu bestimmenden schüttung. darüber liegt eine querlattung. darüber ein dielenboden, der jedoch so unansehnlich ist, dass er nicht aufgearbeitet werden kann.
ziel ist es, eine warmwasser-fussbodenheizung und parkett zu verbauen.
hierzu hat das beaftragte unternehmen folgenden aufbau vorgeschlagen:
dielenboden nachnageln
spanplatten verlegen
asphaltestrich einbringen
fusbodenheizung in dämmschicht
massivparkett als schiffsboden
meine frage dazu:
ist dies die beste lösung, welcher estrich ist der geeignete für diese form der altbausanierung, kann die heizung auch direkt im estrich liegen, welches parkett eignet sich (massiv- fertig- hochkantparkett?), wie vermeidet man undichtigkeiten der heizung, wie vermeidet man spätere risse im parkett.
vielen dank für jeden beitrag
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Aw: altbausanierung mit warmwasserfussbodenheizung und #47

wir haben zur Kenntnis genommen, dass in einer Altbausanierung auf einer Grundrissfläche von ca. 200 m² bezüglich Holzfußbodentrockenkonstruktion eine Fußbodenheizung integriert werden soll.
Richtig ist, dass der vorhandene Dielenboden entknarrt, also zusätzlich arretiert, werden muss durch Schrauben oder Nageln.
Auf den so vorbereiteten Untergrund kann anschließend ein "Rieselschutz" verlegt werden und eine entsprechende Trockenschüttung zum Einsatz kommen.
Ein Gussasphaltestrich ist der ideale Untergrund und kann somit auf diese sogenannte Trockenschüttung in einer Schichtdicke von ca. 25 mm hergestellt werden.
Übrigens, es gibt auch beheizte Gussasphaltestrichkonstruktionen, die ebenfalls eingebaut bzw. hergestellt werden können.
Die Fa. Velta stellt ebenfalls Fußbodenheizungen speziell für Altbausanierungen her.
Auf derartig beheizte Fußbodenkonstruktionen kann ohne Problemstellungen ein Massivparkett verlegt werden. Achtung: Buchparkett und Ahornparkett gelten als sehr "unruhig", so dass gerade bei Fußbodenheizungen in den Wintermonaten mit Fugenbildungen bis zu 0,3 mm zu rechnen ist.
Anstatt Massivparkett kann selbstverständlich auch ein Hochkantparkett/Hochkantlamellenparkett zum Einsatz kommen.
Die vorgenannten Leistungen müssen jedoch in jeder Hinsicht den allgemein anerkannten Regeln des Fachs und dem Stand der Technik entsprechen.
Für weitere Rückfragen steht der unterzeichnete Sachverständige gerne zur Verfügung.

K.Grotjohann
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Aw: altbausanierung mit warmwasserfussbodenheizung und #48

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sehr gehrte Damen und Herren
vielen dank für ihre ausführlichen erläuterungen.
trotzdem hätte ich noch einige fragen:
warum entfallen die spanplatten in ihrem vorschlag?
der von ihnen angesprochene rieselschutz, ist dies eine folie?
was muss ich mir unter trockenschüttung vorstellen, sind dies flocken oder granulat, dass auch nach einbringen locker bleibt?
kann auf diese trockenschüttung der estrich direkt aufgebracht werden?
welche schicht dient der wärmedämmung, wie dick muss diese dann sein, wenn ein teil der wohnung nicht unterbaut ist (tordurchfahrt)?
ist asphalt der am besten geeignete estrich (ich habe gehört, das asphalt unter klimawechsel stärker quellt/schrumpft als zement/anhydrit)?
diese bewegungen im estrich hätten dann ja wieder negativen einfluss auf die dichtheit der fussbodenheizung.
noch zwei fragen zum parkett:
wenn die vermeidung von spaltenbildung hohe priorität hat, welches parkett ist dann das bevorzugte: fertigparkett als schiffsboden oder landhausdiele, massivparkett als mosaik- oder stabparkett.
dann noch eine letzte frage zum bodenbelag:<BR>wir haben in zeitschriften gewachsten beton gesehen und würden diesen gerne auch einsetzen.<BR>kann man diesen auf aphaltestrich aufbringen?
wie dick muss die schichtdicke sein?<BR>gibt es beschränkungen in der grösse einer zusammenhängenden platte?
wie muss die oberfläche vorbereitet werden, um das wachs aufzubringen?
gibt es nachteile im täglichen betrieb auf dieser art von oberfläche?
vielen dank wenn sie sich die mühe machen, meine vielen fragen zu beantworten.
mit freundlichen grüssen aus frankfurt.
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Aw: altbausanierung mit warmwasserfussbodenheizung und #49

Sehr geehrte Herren,
ich erlaube mir zu dem von Ihnen dargestellten Bodenaufbau einen weiteren möglichen Sanierungsvorschlag zu unterbreiten.
Nachdem die Unterkonstruktion fixiert ist, kann je nach Ebenheit, ein Ausgleich mit Schüttung, wie schon von Herrn Heuer vorgeschlagen, erfolgen. Je nach zur Verfügung stehender Höhe kann ggf. auch ein alternativer Ausgleich (z.B. Thomsit FA97) vorgenommen werden. Damit stünde dann mehr Platz für eine zusätzliche Dämmung zur Verfügung. Nun kann auf dem vorbereiteten Untergrund eine Flächenheizung Bauart B verlegt werden. Als Estrich könnte nun z.B. Thomsit Best Estrich verlegt werden. d=2cm. Vorteil des Fertigestrich: er weist einen hervorragenden Wärmeleitwert von Lambda=2,1 auf. Somit ist ein sehr schnelles heizen der Fläche möglich. Eine Einschränkung hinsichtlich des Endbelages besteht ebenfalls nicht (außer Holzpflaster). Wir haben diese Art der Sanierung in ähnlichen Gebäuten bereits mehrfach ausgeführt und die Ergebnisse waren durchweg sehr gut.
Viele Grüße
Volker Schlosser, BEST GmbH
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Aw: altbausanierung mit warmwasserfussbodenheizung und #50

Hallo "eggart"
...unterhalb einer Gussasphaltestrichkonstruktion, Typ GE 10, die selbst tragfähig ist (ca. 25 mm dick), wird keine Holzspanplatten - Trockenkonstruktion benötigt.
Der genannte Rieselschutz besteht aus einer speziellen Kunststofffolie, in diesem Fall, bezogen auf Gussasphaltestrich, der ja heiß eingebaut wird, handelt es sich um ein Glasvlies bzw. um ein Natronkraftpapier.
Trockenschüttungen bestehen aus Granulat in verschiedenen, systembezogenen Körnungen o.ä..
Ein Gussasphalt selbst ist eine sehr gute Wärmedämmung.
Sollte in diesem Fall, bezogen auf die von Ihnen genannte Tordurchfahrt, ein besonderer Wärmeschutz / eine Wärmedämmung erforderlich sein, muss Glasfaser oder Mineralfaser eingesetzt werden.
Ein Gussasphaltestrich ist ein Thermoplast, wird sich aber keinesfalls unter den üblichen Klimawechseln verändern.
Es wurde bereits darauf hingewiesen, dass es ja auch Fußbodenheizungsestriche auf Asphaltbasis gibt; hierbei werden dann Kupferrohre eingesetzt / verwendet.
Bezogen auf Parkettelemente sollten Sie - falls Sie Fugenbildungen bei Fußbodenheizungskonstruktionen vermeiden wollen, Eiche - Systeme (Eiche - Schiffsboden, Eiche Landhausdiele) einsetzen. Selbstverständlich funktioniert auch Massivparkett oder Mosaikparkett.
Einen Sichtbeton oder Sichtestrich können Sie auf Grund des Gewichtes und der statischen Momente auf einem Gussasphalt nicht einsetzen.
Ein Sichtbeton oder ein Sichtestrich muss mindestens, bezogen auf eine schwimmende Verlegung, unter Würdigung einer Fußbodenheizung 70 - 80 mm dick sein.
Auch als Estrich auf Trennlage / Trennschicht müssen derartige Konstruktionen mindestens 40 - 50 mm dick sein.
Derartige Sichtestriche oder Sichtbetonuntergründe werden nicht nur gewachst, sondern sie werden mit einer niedrigviskosen Grundierung / Imprägnierung versiegelt / oberflächenbehandelt.
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Aw: altbausanierung mit warmwasserfussbodenheizung und #51

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hallo,
meine tiefe verneigung vor ihrem fachwissen und ihrer geduld.
um es zusammenzufassen, wäre die am besten geeignete konstruktion für den vorliegenden fall folgende: glasflies, trockenschüttung, asphaltestrich in 25 mm stärke, parkett.
leider habe ich nun immer noch einige fragen:
wie stark muss die trockenschüttung sein, um einen hohen wärmedämmwert zu erreichen,
wie stark muss der gussasphalt sein, um eine fussbodenheizung aufzunehmen?
woran scheitert der sichtestrich, an der belastbarkeit des asphaltestriches oder an der belastbarkeit des dielenfussbodens?
zum schluss noch eine eher subjektive frage: kennen sie einen fall, in dem sichtestrich im wohnbereich zur zufriedenheit hinsichtlich pflegeleichtigkeit, haltbarkeit und wohnempfinden eingesetzt wurde
vielen dank
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Aw: altbausanierung mit warmwasserfussbodenheizung und #52

Hallo Herr Eggart,
der Unterzeichner nimmt Bezug auf die bisherigen Korrespondenzen bezüglich bezüglich Fußbodenkonstruktion im Rahmen einer Altbausanierung.
Beim Neubau aber auch im Rahmen von Fußbodensanierungsmaßnahmen von Decken und Böden sind eine Reihe von bautechnischen und bauphysikalischen Anforderungen zu erfüllen.
Insbesondere ist die DIN 4108 in die Gesamtbeurteilung einzubeziehen und zwar die DIN 4108 Mindestanforderung an den Wärmeschutz sowie Luftdichtheit von Gebäuden und anwendungsbezogene Anforderungen an Wärmedämmstoffe/werkmäßig hergestellte Wärmedämmaterialien.
Fußbodenkonstruktionsaufbauten mit Gussasphalt sind vor allem deshalb sehr beliebt, weil im Gegensatz zu anderen mineralischen Untergründen keine zusätzliche Baufeuchte in das Gebäude gelangt. Bereits wenige Stunden nach der Abkühlung des Gussasphaltestrichs ist der Fußboden begehbar und weitere Leistungen oberhalb der Asphaltschicht können unmittelbar durchgeführt werden.
Beim Herstellen eines Gussasphaltestrichs in der Regel – wie bereits beschrieben zwischen 25 – 30 mm – treten Temperaturen von über + 200 °C (kurzfristig sogar bis + 250 °C) auf, die über eine längere Zeit auf die darunter befindlichen Dämmstoffe einwirken.
Es entsteht somit ein Wärmestau, der zur teilweisen Zerstörung der Wärmedämmung führen kann.
Wenn jedoch ein geeigneter Wärmedämmstoff für Konstruktionen mit Gussasphalt über eine Temperaturbeständigkeit von über + 200 °C verfügen, kann auf eine Temperaturbeständige Zwischenlage verzichtet werden.
So würde sich in diesem Fall folgender Fußbodenkonstruktionsaufbau anbieten:
ein Rieselschutz
Trockenschüttung oder PUR-Fußbodendämmplatte,
Zwischenlage, z. B. hitzebeständiger PUR-Hartschaum,
Trenn-/Gleitschicht auf Natronkraftpapier oder Glasvlies,
Gussasphaltestrich in einer Schichtdicke zwischen 25 und 30 mm<

Für den Altbau sind die Anforderungen an den Wärmeduchgangskoeffizienten (U-Wert) einzelner Bauteile in der EnEV Anhang 3 Tabelle 1 vorgeschrieben. Bei Verwendung von Flächenheizungen, insbesondere der oft eingesetzten Fußbodenheizung, wird zwischen Heizfläche und konstruktiven Bauteilen gedämmt. Eine 80 mm dicke Dämmschicht aus PUR-Hartschaum der WLS024 besitzt mit einem Wärmedurchlasswiderstand von R = 3,3 m² x K/w schon ein hervorragendes Dämmvermögen (Achtung: Zu beachten ist ein R-Wert von 3,0 m² x K/w sollte in keinem Fall unterschritten werden).
In diesem Fall könnte, wenn die Holzdielung einigermaßen eben ist, auf eine Trockenschüttung verzichtet werden und der vorgenannte PUR-Dämmstoff eingesetzt werden.
Ein beheizter Gussasphaltestrich wird eine Schichtdicke zwischen 30 mm und 40 mm aufweisen. Ein Sichtestrich wird mindestens eine Schichtdicke von 50 mm aufweisen, so dass die Dielenfußbodenkonstruktion – bezogen auf die Belastung (Gussasphaltestrich zusätzlich Sichtestrich) mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit unterdimentsioniert, bezogen auf die physikalischen Grundgrößen, vorliegt.
Selbstverständlich können Sie auch die Oberfläche eines Gussasphaltestrichs auf eine entsprechende „Sichtausgleichmassenschicht“ auftragen, die nur in Schichtdicken von im Mittel 5 mm aufgetragen wird. Sichtestriche im Wohnbereich sind sehr selten.
Der Unterzeichner hat derartige Sichtestrichkonstruktionen sehr oft in Loft-Anlagen überprüft, die auch zur Zufriedenheit hergestellt wird. Eine entsprechende niedrig-viskose Reaktionsharzgrundierung als Schutz hinsichtlich Flecken, Schmutzanhaftungen und verschüttete Flüssigkeiten ist jedoch erforderlich.
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Aw: altbausanierung mit warmwasserfussbodenheizung und #53

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ich werde aufgrund ihrer ausführungen auf jeden fall auf den sichtasphalt verzichten.
nun jedoch (hoffentlich zum letzten mal) noch zwei fragen:
in ihrer sehr detaillierten beschreibung sprechen sie einerseits von PUR-fussbodendämmmatte und dann als darauffolgende schicht von zwischenschicht z.B. PUR-hartschaum. <BR>da die ebenheit des bodens mit sicherheit eine schüttung erfordert (wenn ich es richtig verstanden habe, ist dies der eigentliche sinn der schüttung), kann hierauf nicht verzichtet werden.<BR>somit kommt dann die alternativ genannte PUR-fusbodendämmplatte hier wohl nicht zum tragen?<BR>das eigentliche dämmmaterial wäre dann die von ihnen genannte zwischenschicht (hitzebeständiger PUR-hartschaum).<BR>dieser schaum in 80 mm stärke ist dann also einerseits dämmmaterial, andererseits auch der hitzeschutz für das darunterliegende bauwerk vor wärme des frischen asphaltes?
da asphalt ja ein teerprodukt ist, geht hiervon eine belästigung in den wochen nach der einbringung aus und gibt es eine langfristige gesundheitsgefährdung durch ausgasungen unter wärmeeinwirkung?
vielen dank
e. hillebrehct
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